Ablauf der Mini-Challenge
Ziel: Die Mini-Challenge soll das Interesse der Lernenden am Thema nachhaltiger Konsum und der Herstellung von Kleidung wecken und fördern. Sie sollen die Vielfalt und Bedeutung von Kleidung in ökonomischen, ökologischen und sozialen Kontexten verstehen. Durch interaktive Methoden und praxisnahe Beispiele werden sie dazu angeregt, kritisch und kreativ über das Thema nachzudenken und eigene Lösungsansätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kleidung zu entwickeln.
QR-Code zur interaktiven Visualisierung:

Unterrichtskonzept: Wer verdient wie viel an unserer Kleidung?
Zielgruppe:
- Lernende ab Sekundarstufe I/II (je nach Vorwissen)
Lernziele:
- Bewusstsein für die Herkunft und den Preis von Kleidung schaffen
- Komplexe Probleme erkennen und verstehen und mit Hilfe von CBL strukturiert bearbeiten
- Nachhaltige Verhaltensweisen im Umgang mit Kleidung reflektieren
Dauer:
- 45 Minuten (kompletter CBL-Zyklus in Mini-Form)
Materialien:
- CBL-Canva-Arbeitsblatt (für jede Gruppe, gedruckt oder digital)
- Internetverbindung
- Link/QR-Code zur Interaktiven Visualisierung
Unterrichtsablauf
Engage-Phase (ca. 10 Minuten)
Investigate-Phase (20 Minuten)
Act-Phase (15 Minuten)
1. Engage-Phase (ca. 10 Minuten)
Sie beginnen mit der Engage-Phase, für die Sie etwa zehn Minuten einplanen. Die Lernenden werden in das Thema eingeführt, indem sie eine interaktive Visualisierung nutzen. Diese hilft ihnen dabei, verschiedene Probleme in der Modeindustrie zu erkennen und zu benennen.
Je nach Bedarf können Sie kurze Hinweise zur Bedienung der Visualisierung geben – oder den Lernenden die Möglichkeit lassen, diese eigenständig zu erkunden, je nachdem, was besser zu Ihrer Lerngruppe passt.
Ziel ist es, dass die Lernenden relevante Problemstellungen identifizieren und sich Notizen dazu machen. Anschließend wählen sie ein Problem aus, mit dem sie im weiteren Verlauf arbeiten und zu dem sie erste Lösungsideen entwickeln.
(Hinweis: Weitere Impulse zum Unterrichtseinstieg finden Sie in Modul 4.)
2. Investigate-Phase (ca. 20 Minuten)
In der Investigate-Phase setzen sich die Lernenden intensiver mit dem zuvor ausgewählten Problem auseinander. Ziel ist es, erste Lösungsansätze zu entwickeln und ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zu gewinnen.
Als Einstieg überlegen sich die Lernenden eine Utopie (Wie könnte eine ideale Zukunft in Bezug auf das gewählte Problem aussehen?) und eine dazu passende Dystopie (Wie sieht die schlimmstmögliche Entwicklung aus?). Dieser Perspektivwechsel soll sie dafür sensibilisieren, welche Hebel es für Veränderung gibt.
Anschließend recherchieren die Lernenden – je nach verfügbarer Zeit und Ausstattung – eigenständig oder in Gruppen. Dafür können sie Internetrecherche, bereitgestellte Materialien oder eigene Quellen nutzen. Optional bietet sich die „3-Why’s“-Methode an: Die Lernenden fragen dreimal hintereinander „Warum?“ zu einem Aspekt des Problems, um Ursachen und Zusammenhänge genauer zu erfassen.
Abschließend sammeln sie erste mögliche Lösungsansätze, die später in der Act-Phase konkretisiert werden.
3. Act-Phase (ca. 15 Minuten)
In der Act-Phase wählen die Lernenden eine Lösungsidee aus, die ihnen besonders sinnvoll erscheint. Diese wird in ein prägnantes Statement überführt, das ihre Haltung und Lösungsidee zusammenfasst.
Anschließend reflektieren sie, wie sich dieses Statement im Sinne der Triple-Bottom-Line (sozial, ökologisch, ökonomisch) einordnen lässt. Dazu überlegen sie,
- welche sozialen Auswirkungen die Idee hätte (z. B. für Produzent:innen oder Konsument:innen),
- welche ökologischen Effekte entstehen könnten (z. B. in Bezug auf Ressourcenverbrauch),
- und welche wirtschaftlichen Folgen damit verbunden wären (z. B. Kosten, Marktverhalten).
Falls Zeit bleibt, können die Gruppen ihre Lösungsidee im Plenum vorstellen oder auf einem Poster/Padlet sichtbar machen.