I-O-O-I Logik: Wie kann man Wirkung beschreiben?
Sozialunternehmen sollten sich – ähnlich wie bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen – frühzeitig und systematisch mit ihrer beabsichtigten Wirkung auseinandersetzen. Entscheidend ist, ein klares Verständnis dafür zu entwickeln, wie die gewünschte Wirkung entsteht und sich entfaltet. Wirkung ist ein komplexer Prozess, der auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Formen auftreten kann (s. vorheriger Abschnitt).
Die I-O-O-I-Logik (Input-Output-Outcome-Impact) bietet hierfür eine klare Struktur: Sie beschreibt den Weg von den eingesetzten Ressourcen (Input) über die erzielten Ergebnisse (Output) und kurzfristigen Veränderungen (Outcome) bis hin zur langfristigen gesellschaftlichen Wirkung (Impact). So wird der gesamte Prozess transparent und nachvollziehbar. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Operationalisierung, also die Messbarmachung der Wirkung. Dieser Aspekt wird in dieser Fortbildung jedoch nicht vertieft.
Die I-O-O-I-Logik – ein wertvolles Instrument
Die I-O-O-I-Logik dient der systematischen Erfassung und Bewertung von Wirkung – sowohl in Sozialunternehmen als auch in herkömmlichen Organisationen. Sie unterstützt dabei, den gesamten Prozess von den eingesetzten Ressourcen (Input) bis zur langfristigen Wirkung (Impact) – systematisch zu erfassen und zu bewerten (Bührer et al., 2022, S. 10).
Begriffe der I-O-O-I-Logik
Die I-O-O-I-Logik umfasst folgende Begriffe:
- Input: Ressourcen, die in eine Aktivität einfließen (z. B. Geld, Zeit, Personal).
- Output: Unmittelbar erzielte Ergebnisse (z. B. Anzahl durchgeführter Schulungen).
- Outcome: Kurz- bis mittelfristige Veränderungen als Folge der Outputs (z. B. verbessertes Wissen oder gesteigerte Fähigkeiten).
- Impact: Langfristige, nachhaltige Veränderungen auf individueller, gemeinschaftlicher oder gesellschaftlicher Ebene (z. B. geringere Arbeitslosigkeit).

Abbildung 19: Die I-O-O-I-Logik zur Beschreibung von Wirkungsprozessen (Eigene Darstellung an Social Reporting Initiative, 2014; Projekte mit Wirkung, o. D.)
Durch die detaillierte Betrachtung von Inputs, Outputs, Outcomes und Impact können Sozialunternehmen ihre Wirkung gezielter planen, messen und kommunizieren. Das hilft, ihre Strategien zu verfeinern und sicherzustellen, dass Aktivitäten tatsächlich positive Veränderungen bewirken. In der Praxis lassen sich die einzelnen Stufen jedoch nicht immer klar voneinander abzugrenzen (Rafat, 2024).